Arbeitshilfe für Fachkräfte

Das Berliner Beratungsnetz für Zugewanderte bietet einen umfassenden Überblick über Beratungsangebote für Zugewanderte in Berlin. Seit ihrem Start im Mai 2019 hat sich die Plattform zu einer wichtigen Online-Ressource für viele haupt- und ehrenamtliche Berater:innen von Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte in Berlin entwickelt. Derzeit sind rund 480 Angebote gelistet.

Online-Toolbox

Methodenkoffer, Checklisten, Grundlagen-Wiki und „Talks“: Die Toolbox Antirassismus der Charta der Vielfalt bietet zahlreiche Materialien und Anregungen, um sich mit Rassismus und dessen Wirkmechanismen und Auswirkungen auseinander zu setzen. Das Angebot wurde von erfahrenen Trainer:innen aus der Antirassismusarbeit speziell für die Anwendung im Arbeitskontext konzipiert.

Rekord bei Deutschkursen

Mehr als 500.000 Zugewanderte haben 2022 einen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Sprachförderangebot begonnen. Dies ist der höchste je gemessene Jahreswert und eine Verdoppelung im Vergleich zu 2021. Mit rund 200.000 Teilnehmenden stellten die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im vergangenen Jahr die größte Gruppe der Sprachlernenden dar.

Mehrheit fühlt sich willkommen

Ukrainer, die nach Deutschland geflohen sind, fühlen sich mehrheitlich gut aufgenommen. Es gibt jedoch viel Unterstützungsbedarf etwa beim Erlernen der deutschen Sprache, bei der Arbeitssuche und bei der Kinderbetreuung. Dies sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen Studie „Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland“, für die 11.225 geflüchtete Ukrainer:innen in der Zeit zwischen August und Oktober 2022 befragt wurden.

Rekordzahlen

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) hat im vergangenen Jahr knapp 95.000 geflüchtete Menschen registriert und erstversorgt. Das seien mehr als jemals zuvor, teilte das LAF am 7. Januar mit. Auch die Unterbringung in den LAF-Unterkünften stieg den Angaben zufolge auf Rekordniveau. Der reale Asylzugang in Berlin lag laut LAF 35 Prozent über dem Vorjahr 2021.

Ausbildungsvergütungen 2022 angestiegen

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind 2022 im Vergleich zum Vorjahr im bundesweiten Durchschnitt um 4,2 Prozent gestiegen. Die Auszubildenden erhielten im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre 1.028 Euro brutto im Monat und somit erstmals im Schnitt mehr als 1.000 Euro. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Auswertung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Viele Berliner:innen mit Arbeitsbedingungen unzufrieden

Nur die Hälfte der Berliner:innen geht davon aus, ihre Tätigkeit unter den gegebenen Bedingungen bis zum gesetzlichen Rentenalter ausüben zu können. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.000 Berliner Beschäftigten, die von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben worden war.

Prognose der UNO-Flüchtlingshilfe

Die UNO-Flüchtlingshilfe erwartet ein herausforderndes Jahr 2023 für Flüchtlinge, Vertriebene und Staatenlose. Bei vielen der bestehenden Konflikte seien wirkliche Lösungen noch nicht gefunden. Neben gewaltsamen Konflikten seien die ungleichen wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19, der weltweite Inflationsdruck, die zunehmende Armut und der Klimawandel Auslöser für Flucht und Vertreibung in 2023.

Wenig Dynamik auf dem Ausbildungsmarkt

Neue Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) belegen den Trend: Zwar gibt es ein leichtes Plus bei den Ausbildungsverträgen in diesem Jahr. Doch die grundsätzlichen Probleme im System bleiben bestehen. Eine sinkende Zahl junger Menschen interessiert sich für eine Berufsausbildung, während Unternehmen händeringend Nachwuchs suchen und immer mehr Stellen nicht besetzen können. Erstmals fiel die Quote der unbesetzten Ausbildungsplätze größer aus als die Quote der noch suchenden Ausbildungsbewerber:innen.