10 Jahre ARRIVO BERLIN – Praxisnahes Lernen

Häuser bauen und Heizungsanlagen montieren – Profis im Bauhauptgewerbe und der Anlagenmechanik sind mehr denn je gefragt. Mit den beiden Teilprojekten ARRIVO BERLIN Bauwirtschaft und SHK (Sanitär, Heizung, Klempner, Klima) leistet der Projektverbund einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Zukunftsberufen. Auf dem Lehrbauhof der Fachgemeinschaf Bau in Marienfelde und im Kompetenzzentrum der Innung SHK im Wedding wird Praxis groß geschrieben.

10 Jahre ARRIVO BERLIN – Geschichten mit Zukunft

Gesundheit und Pflege sind essenziell für das Wohlbefinden und die Lebensqualität aller Menschen. Ob als Erzieher:in, in Krankenhäusern, als Notfallsanitäter:innen oder in der Altenpflege: die Sozial- und  Gesundheitsbranche bietet spannende Ausbildungsangebote mit unterschiedlichen Aufgaben. ARRIVO BERLIN Soziales und Gesundheit begleiten Menschen mit Fluchthintergrund dabei, sich in diesen Berufen zu orientieren, einen Ausbildungsplatz zu finden und Herausforderungen zu meistern.

Bild: © ARRIVO BERLIN

10 Jahre ARRIVO BERLIN – Gemeinsame Ziele

Auszubildende mit Fluchthintergrund und ausbildende Betriebe stehen oft gleichermaßen vor Fragen und Hürden: Wo bekomme ich Unterstützung beim Sprach- und Facherwerb? Wer beantwortet mir meine Fragen zu Fördermöglichkeiten von Geflüchteten? Die Antworten haben das Projekt ARRIVO BERLIN Ausbildungscoaching und das ARRIVO BERLIN Servicebüro für Unternehmen.

Werkstätten für die Zukunft

Ende 2014 ging das Projekt ARRIVO BERLIN Übungswerkstätten-Parkour im JugendKunst- und Kulturhaus „Schlesische 27“ an den Start. Angetrieben von Flüchtlingsprotesten in ganz Deutschland setzte das Pilotprojekt auf modulare Kursangebote, die unbürokratisch Kontakte zwischen Geflüchteten und Unternehmen ermöglichten. Von Anfang an waren Betriebe, die Handwerkskammer und Berliner Innungen als wichtige Partner mit an Bord. Die Keimzelle des Projektverbunds ARRIVO BERLIN war damit gelegt.

Operative Arbeit und visionäre Gedanken

ARRIVO BERLIN wird 10 Jahre! Vor sechs Jahren wurde die Koordinierende Stelle etabliert, um den Verbund zu stärken, die Zusammenarbeit zu garantieren und Synergieeffekte zu nutzen. Ruth Pons (Projektleitung), Isabel Calderón, Jacqueline Willeke und Felicitas-Morgaine Keller werfen im Gespräch ein Blick auf ihre Arbeit bei der Koordinierenden Stelle und denken visionär.

Vom Pilotprojekt zum Projektverbund

In den vergangenen zehn Jahren hat sich ARRIVO BERLIN von einem Pilotprojekt zu einem bedeutenden Projektverbund entwickelt, der jährlich mehr als 800 geflüchtete Menschen und hunderte Betriebe unterstützt. Zehn Teilprojekte und eine Koordinierende Stelle bilden das Herz der Ausbildungsinitiative. Das Ziel: eine längerfristige, nachhaltige Arbeitsmarktintegration. Davon profitieren alle.

Zehn Jahre ARRIVO BERLIN

Mit einer Foto- und Video-Kampagne auf Instagram feiert ARRIVO BERLIN im Juni und Juli sein 10-jähriges Bestehen. Dabei werden alle zehn Teilprojekte der Ausbildungsinitiative für Geflüchtete an jeweils einem Tag eigene Beiträge, Reels und Stories posten und sich und die Vielfalt ihrer Arbeit vorstellen. Angesprochen werden sollen damit vor allem junge geflüchtete Menschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und dabei unterstützt werden möchten.

GET ACCESS

Das Projekt GET ACCESS bietet niedrigschwellige, aufsuchende und multisprachliche Beratung für junge geflüchtete Menschen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren. Durch mobile und aufsuchende Beratung in ganz Berlin erreicht das Projekt geflüchtete Menschen flexibel genau dort, wo sie sich aufhalten und unterstützt sie mit individueller Einzelberatung dabei, ihre Interessen, Anliegen und Ziele durchzusetzen. Ein Gastbeitrag.

Auszubildende im Unterricht

Prüfungsnah üben

Birgit Said bietet seit 2018 einen Kurs für die Teilnehmenden von ARRIVO BERLIN Soziales zur Vorbereitung der B2-Prüfung. Die deutsche Sprache auf B2-Niveau ist eine der Voraussetzungen, um eine Ausbildung im sozialen Bereich beginnen zu können. Für viele Teilnehmende ist die B2-Prüfung eine richtige Herausforderung. Projektleiterin Francesca Rizzo hat mit Birgit Said darüber gesprochen.